
Über uns
Über uns das perlmuttfarbene Gemälde,
gezeichnet durch bewegte Luft.
Unter uns die weiche, freundliche Erde,
die uns Vernunft zuruft.
Die Schleppe des Wellenkleides,
am Rande des Flussbettes,
spielt in gewisser Offenbarung
im Zeitkreis des Wetters.
Die Natur spielt ein Lied
von Freiheit und Schönheit
und wir hören gerne zu,
ohne ein Zeichen von Dankbarkeit.
Und je blasser ihr Gesicht,
je kläglicher ihr Lied,
je müder ihre Bitten,
desto härter unser Hieb.
Dabei liegt sie uns zu Füßen,
bittet nur um etwas Aufmerksamkeit,
fleht um Liebe und Verständnis
und darum,
dass ihre Schönheit
uns endlich genug sein möge.
Ausreichend,
um ihr unsere Pflege zu schenken.

In „Über Uns“ wird ein dringender Appell an unser Bewusstsein für die Natur und ihre Bedeutung für unser Leben gerichtet. Mit starken Bildern und eindringlichen Worten zeigt das Gedicht auf, wie wir als Menschheit oft rücksichtslos mit unserer Umwelt umgehen, sie missachten und ausbeuten. Die Zeilen rufen dazu auf, unsere Beziehung zur Natur neu zu überdenken und Verantwortung zu übernehmen, indem wir sie pflegen, respektieren und behüten. Lasst uns gemeinsam erkennen, dass die Natur keine unerschöpfliche Ressource ist, sondern ein kostbares Gut, das es zu schützen und zu bewahren gilt.

