Besondere Arten-Beobachtungen

Besonders spannend waren die kleineren, exotischeren Vogelarten, die ich entdecken konnte:

  • Ploceus (Webervogel): bekannt für ihre kunstvollen Nester. Sie stammen aus Afrika und Asien und leben meist in großen Kolonien.
  • Diglossa (Blütenstecher): kleine Vögel aus Südamerika, die Blüten anstechen, um an den Nektar zu gelangen.
  • Dicrurus (Drongos): auffällige schwarze Vögel mit gegabeltem Schwanz, in Afrika und Asien verbreitet, oft mutig gegenüber größeren Tieren.
  • Cossypha (Schamadrossel): Singvögel mit auffälligem Ruf, die in Afrika in dichten Sträuchern und Wäldern leben.

Alle diese Arten zu fotografieren war ein tolles Erlebnis – ihre Farben, Formen und Verhaltensweisen haben mich beeindruckt.

Die Madagaskarweber bilden ein besonderes Farbjuwel vor der Linse. Bei meinen Tierfotografien im Zoo war der Vogel (Foudia madagascariensis) ein besonders spannendes Motiv. Der kleine Vogel fällt sofort durch sein leuchtend rotes Gefieder auf, das bei den Männchen zur Brutzeit intensiv leuchtet. Dieses auffällige Rot dient vor allem dazu, Weibchen zu beeindrucken und Rivalen abzuschrecken.

Der Madagaskarweber stammt – wie sein Name schon sagt – ursprünglich von der Insel Madagaskar, hat sich aber auch auf anderen Inseln im Indischen Ozean angesiedelt. In seiner Heimat lebt er in offenen Landschaften, Busch- und Kulturland, oft in der Nähe von Dörfern.

Besonders beeindruckend ist sein Nestbau: Der Madagaskarweber gehört zu den Vogelarten, die kunstvolle, kugelige Nester aus Gräsern und Halmen flechten. Diese hängen an Zweigen oder im Schilf und bieten Schutz vor Feinden. Als Fotograf war es faszinierend, das geschäftige Nestbauverhalten zu beobachten – immer wieder fliegen die Vögel neues Material heran und weben es geschickt ein.

Das Fotografieren des Madagaskarwebers war nicht nur wegen seiner Farben spannend, sondern auch wegen seines lebhaften Wesens. Er ist fast ständig in Bewegung, hüpft, klettert und fliegt flink umher – ein echter kleiner Baumeister, der sich wunderbar ins Bild setzen lässt, wenn man den richtigen Moment erwischt.